Irisdiagnose

irisdiagnose

Die Irisdiagnose gehört zu den Verfahren der Hinweisdiagnostik und befähigt im Rahmen der heute üblichen Untersuchungsmethoden zu einer vollständigen naturheilkundlichen Diagnose, im Sinne der Ganzheitsschau von Körper, Geist und Seele. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es die Irisdiagnose. Sie ist imstande den richtigen Weg zu zeigen, wo man weiter suchen oder klinisch abklären lassen sollte.

An Hand von Zeichen, Strukturen, Farbverschiebungen in der Iris können Schwachstellen des Körpers festgestellt werden. Mit Hilfe der Irisdiagnose kann man neben wichtigen Hinweisen zur konstitutionellen oder erblichen Veranlagung auch akute Anzeichen der spezifischen Krankheitsdispositionen erhalten – und zwar längst bevor sich eine Erkrankung manifestiert.

Der Methode beruht darauf, dass zwischen allen Körperteilen und Organen eine feste Nervenverbindung zur Regenbogenhaut (Iris) des Auges besteht. Krankheiten oder Störungen der Organe sind daher in verschiedenen Strukturen der Iris (Pigmentflecken, Streifen, Ringe) erkennbar.

Entwickelt wurde die Methode um das Jahr 1880 von dem ungarischen Arzt und Homöopathen Ignaz von Pèczely.

Die Iris wird entweder mit einer Lupe betrachtet oder fotografiert. Der Therapeut schließt aus den auffälligen Strukturen in den Iris-Segmenten auf Krankheiten der entsprechenden Organe.

Wichtigste Aufgabe der Irisdiagnose ist die Feststellung der Konstitution, wobei zwischen blauen (lymphatischer Typ) und braunen (hämatogener Typ) Iriden mit verschiedenen Untertypen unterschieden wird. Darauf baut sich immer eine Konstitutionstherapie auf (Behandlung mit physikalischen oder naturheilkundlichen Mitteln, die eine Stärkung der Konstitution bewirken soll, um ein Wiederauftreten der gleichen Erkrankung beim Papienten zu verhindern).



Konstitutionstypen


lymphatisch

  • blaue Irisfarbe
  • Tendenz:
    • Störungen des lymphatischen Systems
    • Katarrhe der Schleimhäute
    • Magen, Darm, Auffälligkeiten
    • vermehrte allergische Tendenz


hämatogen

  • braune Irisfarbe
  • Tendenz:
    • Zirkulationsproblem (Herz-Kreislauf)
    • Mangel an Mineralien + Spurenelementen
    • Neigung zu Stoffwechselerkrankungen
    • Erkrankungen mit degenerativen Verläufen


Mischkonstitution

  • blau-braune Iris mit grauer Tendenz
  • Tendenz:
    • Störungen Leber-Galle-System
    • Verdauungsstörungen/Enzymschwäche
    • erhöhte Verkrampfungsneigung
    • Pankreasbelastung